Tag 2 der Freiraumtage: Mach es selbst und trag es weiter

diy7Der zweite Teil der Dortmunder Freiraumtage stand heute unter dem Motto “Do it yourself”. Seit dem Vormittag drehte sich im Nordpol alles rund ums Selbermachen: Die etwa 80 Besucher*innen bastelten Masken, Bilder und Stencils, und lernten, wie sie Flyer designen. Die einen oder anderen Werke werden in den nächsten Tagen sicher noch im Stadtbild zu sehen sein. Am Nachmittag folgten Vorträge zu Freiraumkämpfen: Eine Aktivist*in aus Wien gab einen tiefergehenden Einblick in die Freiraumkämpfe in der österreichischen Hauptstadt, die Problematik von Leerstand im Allgemeinen sowie die kritische Reflexion städtischer Konzepte zum Beispiel von Zwischennutzungen. Menschen aus Bochum berichteten anschließend aus der “Villa”: In dem besetzten Haus im Stadtteil Langendreer schafen sich seit 30 Jahren Menschen einen Freiraum zum Leben und Wirken.

solipbAls uns die Nachricht erreichte, dass die Osterbesetzung der “Kulturpraxis Karies” in Paderborn heute Vormittag geräumt wurde, entschlossen wir uns zu einer Solinote an die Geräumten des #squatpb.

Heute Abend geht es noch zu einem Konzert ins Schlegels, am Mittwoch stehen dann Kunst und Kreativität im Mittelpunkt. Zuerst gibt es eine Kunstausstellung an einem ganz besonderen Ort (den wir noch verraten), später zeigen wir den Film “Creativity and Capitalism” im Nordpol. Abends berichten uns Menschen von “Recht auf Stadt Ruhr” von ihrer Initiative, ihren Zielen und Projekten.

Einige Bilder vom Tag findet ihr in unserer Bildergalerie.

Die Freiraumtage sind gestartet

Nordpol_eingangMit einem spannenden Programm ist das Soziale Zentrum Avanti heute in die Dortmunder Freiraumtage gestartet. Rund 80 Menschen haben sich in Vorträgen und Workshops über Basisthemen informiert und haben die Aktivist*innen von Avanti und andere Teilnehmende kennengelernt. Noch bis zum 12. April finden die Aktionstage in Dortmund statt.

Zur Eröffnung der Freiraumtage gab es drei Vorträge und Workshops zu Erster Hilfe bei Demos und Aktionen, IT-Security und Rechtshilfetipps für Besetzer*innen. “Damit haben wir eine erste handwerkliche Basis für die kommenden Tage geschaffen”, freut sich Kim Wegener von Avanti über den Start.

Als am Nachmittag plötzlich Dortmunder Neonazis eine ihrer Montags-Wahndemos für den späten Nachmittag ankündigten, entschlossen sich knapp 20 Menschen spontan, nach Hacheney zu fahren und sich dem lautstarken Protest gegen die Kundgebung anzuschließen. “Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Auftakt in die Freiraumtage und freuen uns auf die Aktionswoche”, so Wegener.

Das Programm für Infostand_2Dienstag: Morgen geht es weiter mit einem Do-It-Yourself-Workshop, wo Stencils, Masken und allerhand mehr gebastelt werden, Vorträgen von der seit 30 Jahren besetzten Villa in Bochum und aus Aktivist*innen aus Wien. Am Abend laden wir zum Konzert mit Redses, Frankenstein-Balett, Cholera Tarantula und Barop Ameisenbär ins “Schlegels” (Kaiserstraße 31a).

Mehr Bilder vom Tag gibt es in unserer Bildergalerie.

Freiraumtage: Die Bilder vom 1. Tag

Der erste Tag der Freiraumtage in Bildern:

Auf geht’s – Freiraumtage Dortmund

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Von Montag bis Sonntag finden in Dortmund die Freiraumtage statt. Sieben Tage mit Vorträgen, Workshops, Aktionen, Kulturprogramm und einer Freiraumparade am Samstag. Alle Veranstaltungen findet ihr im Programm!

Aktuelle Infos findet bekommt ihr jeden Tag an unserem Infopoint. Online findet ihr uns über Twitter: @avantizentrum, Facebook und natürlich auf dieser Homepage.

Wir haben für den Zeitraum der Freiraumtage ein Infotelefon (0160-95144750), dass ab morgen 10:00 online ist und tagsüber für Rückfragen zu Programm, Veranstaltungsorten, Anreise oder Schlafplätzen erreichbar ist. Ausserdem gibt es einen Ermittlungsausschuss (0151-64523208), der während Aktionen zu erreichen ist.

Nach der Besetzung der Bornstraße 245 am Samstag erwarten wir eine spannende Woche. Kommt nach Dortmund.

Avanti lebt! Avanti kämpft!

Bornstraße 245 – geräumt, aber keine*n erwischt

avanti_kreideDie Besetzung des ehemaligen Gartencenter an der Bornstraße 245 wurde heute Nacht gegen 1:30 durch die Polizei geräumt. Die Besetzer*innen veröffentlichten eine Stellungnahme – sie hatten das Gebäude vor Eintreffen der Polizei verlassen.

Wir bedanken uns bei allen, die heute Abend besetzt haben, die Solidarisch vor dem Haus standen oder sonstwie Unterstützung geleistet haben. Avanti lebt! Avanti kämpft!

Fotos vom Abend

Aus der Bornstraße 245 ist im Moment nicht viel zu hören. Derweil haben wir ein paar Bilder vom Abend für euch:

Offener Brief der Besetzer*innen

born245_2Die Besetzer*innen der Bornstraße 245 haben bei Indymedia einen offenen Brief an die Eigentümer*innen des Gebäudes geschrieben, den wir an dieser Stelle Dokumentieren:

Wir haben das ehemalige Herde’s Gartencenter in der Bornstraße 245 besetzt. Wir wollen uns in diesem Brief vorstellen, unsere Gründe erläutern und einen Vorschlag für das weitere Vorgehen machen.

Wer sind diese Besetzter*innen?

Wir sind zwischen 15 und 30, Schüler*innen, Arbeiter*innen mit und ohne Job, Student*innen oder Freiberufler. Wir leben größtenteils in der Nordstadt, und wir haben ein Anliegen: Wir wollen ein selbstverwaltetes Soziales Zentrum. Viele von uns haben sich auf die eine oder andere Weise in die siebentägige Besetzung der Albertus-Magnus-Kirche eingebracht. Mit unserer Besetzung wollen wir die Ziele der Initiative “für ein soziales Zentrum Avanti” unterstützen.mehr lesen:

Hausbesetzung in der Bornstraße 245

born245_2Frühstart in die Freiraumtage? In der Nordstadt wurde ein Haus besetzt.

Seit etwa einer halben Stunde ist es offiziell: Zum dritten Mal seit Ende August wurde in der Dortmunder Nordstadt ein Haus besetzt. Die Besetzer*innen haben eine Erklärung bei Indymedia veröffentlicht, in der sie darlegen, unseren Kampf um ein unabhängiges soziales Zentrum zu unterstützen und einen Raum eben dafür schaffen zu wollen.

Im Moment befinden sich ca. 50 Menschen vor dem Haus, wie viele sich im Gebäude befinden, ist unklar. Die Unterstützer*innen vor dem Gelände des ehemaligen Gartencenters haben Transparente aufgehängt, auf denen gefordert wird, Freiräume zu erkämpfen.

Wir freuen uns über diese Initiative und werden im Laufe des Abends weiter berichten.

Eine Zeitung für die Freiraumtage

zeitung_cover-thumbNoch vier Tage bis zum Beginn der Freiraumtage, und wir freuen uns, euch ein erstes Resultat unserer Arbeit präsentieren zu können: Die Zeitung der Freiraumtage.

Mit Beiträgen von Avanti, Hausbesetzer*innen aus Bologna, Calais und Bochum, dem Netzwerk X, mit unserem Programm, einer Aktionskarte und vielem mehr.

Ihr bekommt die Zeitung in den nächsten Tagen in verschiedenen Zentren in NRW, ausserdem könnt ihr sie hier online abrufen oder ihr holt sie euch am besten ab Montag in Dortmund bei den Freiraumtagen.

Pressemitteilung: Die Räume denen, die sie nutzen: Avanti lädt zu Freiraumtagen

Avanti_Lebt_KaempftEs geht um Freiraum, Platz für Ideen, Utopien und Selbstverwirklichung: Die Initiative Avanti lädt vom 6. bis zum 12. April zu den Dortmunder Freiraumtagen. Eine Woche lang sollen mit einem vielfältigen Programm aus Vorträgen, Konzerten, Parties und einer Freiraum-Demonstration zentrale Themen und Forderungen thematisiert werden.

“Die Aktionswoche soll nicht nur einen Freiraum für Dortmunder*innen bieten, sondern auch Menschen weit über die Stadt hinaus”, erklärt Kim Wegener von Avanti.

Anfang März teilte die Stadt Dortmund mit, den Aktivist*innen von Avanti kein Haus zur Verfügung stellen zu können. Es war der verwalterische Schlusspunkt einer Diskussion, die mit der Besetzung der Albertus-Magnus-Kirche im August 2014 begonnen hatte. Die Stadt hat es sich, so ist unser Gefühl, hier leicht gemacht und den Prozess ohne weitere Beratungen für beendet erklärt. Continue reading